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Verschiedene Sticktechniken

Das Sticken hat seinen Ursprung in China, Ägypten und Indien. Erst im 14. Jahrhundert fand es seine Hochzeit in Europa, genauer gesagt in England und kurze Zeit später auch im Burgund.

Man unterscheidet Weiß- und Buntstickerei. Bei der Buntstickerei wird der verwendete Stoff – meistens Leinen, Tuch, Seide, Leder oder Kanevas, eine Art durchlöcherter Hanf – komplett bestickt, so dass man den Untergrund nicht mehr sehen kann. Die Weißstickerei dagegen dient ausschließlich der Verzierung von Lein- oder Baumwollstoffen wie z.B. Tischdecken.

Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Sticktechniken. Am bekanntesten ist vermutlich der Kreuzstich. Hierbei wird auf einem Stoff mit zählbaren Fäden zuerst ein diagonaler Stich gestickt und dann ein zweiter, der um 90° gedreht wird.
Einen so genannten halben Kreuzstich – also nur einen diagonalen Stich – verwendet man bei der Herstellung von Gobbelins. Diese Bilder werden hauptsächlich auf Kanevas gefertigt, auf denen das zu stickende Bild aufgedruckt oder durch verschieden farbige Fäden aufgespannt ist. Diese Fäden bzw. der Aufdruck werden in verschiedenen Farben überstickt, bis das Bild fertig ist.
Diese beiden Techniken sind sehr einfach zu erlernen und deshalb gut für Anfänger geeignet.

Eine weitere Sticktechnik ist die Anlegetechnik. Hierbei wird ein dickerer Faden auf den Stoff gelegt und durch Übersticken mit einem dünneren Faden befestigt. Diese Art der Stickerei findet z.B. in der Goldstickerei Anwendung, wo der dickere Goldfaden gesichert werden muss.

Der Holbeinstich ist eine Sticktechnik, bei der Vorder- und Rückseite des Bildes identisch sind. Sie besteht aus einem Hinstich und einem Rückstich, die eine Linie ergeben. Bei der Anwendung dieser Technik ist zu empfehlen, zuerst alle Hinstiche auszuführen und dann die Rückstiche, damit der Effekt Vorder- gleich Rückseite erzielt wird.

Sticken ist ein entspannendes, vielseitiges Hobby, das dazu beitragen kann, Stress und Unruhe abzubauen. Für Anfänger ist es hilfreich, wenn sie eine nette Großmutter haben, die das Sticken noch beherrscht und es ihnen beibringen kann. Wer diese Glück nicht hat, kann sich bei einem der zahlreichen Handarbeits- und Stickkurse in die Kunst des Stickens einweihen lassen. Der Vorteil eines solchen Kurses ist, dass meistens mehrere Stickarten gezeigt werden und sich jeder seine „Lieblingsart“ aussuchen kann.

 

Stickpackungen

Ein immer größer werdender Personenkreis begeistert sich für Handarbeiten und dabei auch für das Sticken von Bildern. Hierbei kann man davon ausgehen, dass nicht nur Frauen an Stickbildern Freude finden, sondern auch immer mehr Männer finden Gefallen daran. Dabei werden die Angebote immer vielfältiger und Stickbilder gibt es in den unterschiedlichsten Mustern, Größen und Preislagen.

Am einfachsten ist es, wenn man für die Stickerei auf fertige Stickpackungen zurückgreift. Diese Stickpackungen enthalten alles, was man für eine gelungene Stickerei benötigt. Dazu zählen unter anderem Stickvorlagen, Stickgarn, Sticknadeln, Stickstoff und bei Bedarf auch ein Stickrahmen. Der Vorteil einer Fertigpackung besteht darin, dass man sofort mit dem Sticken beginnen kann und nicht erst lange nach passenden Mustern und Materialien suchen muss.
Natürlich ist es auch möglich, dass man alle Zutaten, die man für ein Stickbild benötigt, einzeln erwirbt. Das kann dazu führen, dass man die Kosten für ein Stickbild im unteren Preisrahmen halten kann, muss aber nicht unbedingt zutreffen. In Handarbeitsgeschäften, Handarbeitsecken größerer Kaufhäuser und auch über das Internet kann man passende Fertigpackungen für Stickbilder erhalten. Hier erhält man auch einzelne Stoffarten, Garne und sonstiges Zubehör.
Gerade über das Internet ist es ganz einfach möglich, sich entsprechende Mustervorlagen herunter zu laden. Diese Muster sind größtenteils kostenlos, also eine tolle Alternative zu gekauften Mustervorlagen. Wer viel Geduld mitbringt und über ein gewisses Maß an eigener Kreativität verfügt, der kann auch eigene Bildvorlage entwickeln.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, über das Internet Suchanzeigen aufzugeben. Dazu gibt es verschiedene kostenlose Plattformen. Mit etwas Mühe und Geduld kann man hier kostenloses Material von Privatpersonen erhalten und meistens muss man dabei nur die Portokosten übernehmen.

Außerdem ist es möglich, über verschiedene Frauenzeitschriften kostenlose Suchanzeigen aufzugeben. Viele Personen, die früher diesem Hobby nachgegangen sind, stellen Stickmaterialien zur Verfügung und noch dazu kostenlos.

 

Kreuzstich

Kreuzstich

Die Stickerei weist eine lang bewährte Tradition mit einer großen Vergangenheit auf. Sie wird in vielen Religionen und Kulturen verwendet, um Geschehnisse festzuhalten, unter anderem auch als symbolische Verzierung.
Die Chinesen haben das Sticken in ferner Vergangenheit für sich entdeckt, im 11. Jahrhundert wurde diese Feinarbeit von den Arabern übertroffen.
Es scheint in der menschlichen Natur zu liegen, Kleidung oder Gegenstände zu verzieren oder gar mit Mustern zu überdecken.

Diverse Sticktechniken nahmen ihre Gestalt an.
Kleidungsstücke wurden auf diese Weise in aufwendiger Handarbeit verziert, ein buntes Ornament, florale Muster, Wesen aus der Tierwelt oder Schriftzüge wurden liebevoll und mit großem Aufwand eingesetzt.
Heute werden unzählige stick- und Verzierungsmöglichkeiten maschinell hergestellt. Viele Nähmaschinen verfügen über zahlreiche Stick- und Verzierungsoptionen.

Eine der häufig angewendeten Sticktechnik ist der Kreuzstich.
Der Kreuzstich entstand im Spätmittelalter, dieses Privileg oblag jedoch nur den Damen höherer Gesellschaftsschicht. Die Stickerei galt als angemessener Zeitvertreib, insbesondere die Technik des Kreuzstiches.
Sie ist besonders beliebt, da sie sich besonders gut für Anfänger eignet. Auch heute ist der Kreuzstich ein Hobby vieler Erwachsnen und Kindern.
Der zu bestickende Stoff sollte gut zählbar sein, mit einer groben Struktur, häufig wird Leine bevorzugt.
kleine Kreuze werden zum Beispiel auf leine gestickt. Man beginnt mit einem schrägen Grund- Stich, darüber folgt ein Deck-Stich im 90 Grad Winkel dazu. Möchte man eine Reihe mit Kreuzstichen verzieren, so verwendet man erst den Grund-Stich, wendet den Stoff und setzt dann mit dem Deck-Stich fort. So erhält man eine Vorder- und eine Rückreihe.

Heute wird der Kreuzstich durch zahlreiche Stickvorlagen, die im Handel erhältlich sind, vereinfacht.